Archiv

Farbfeste in Dessau

Fotos für das Archiv der Stiftung Bauhaus Dessau gesucht

Seit das Bauhaus und die Meisterhäuser 1996 in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde, wird in der Bauhausstadt jedes Jahr ein großes Fest gefeiert. Von Jahr zu Jahr ist es immer größer geworden ist – sowohl in der Zahl der beteiligten Akteur/inn/en wie auch in der Zahl der Besucher/innen. Jetzt ist die Stiftung Bauhaus Dessau auf der Suche nach Bildern aus den letzten Jahren. Alle Bilder werden in das Archiv der Stiftung Bauhaus Dessau aufgenommen und werden zukünftig zu Lehr- und Studienzwecken zur Verfügung stehen. Eine Auswahl davon wird auf dieser Website veröffentlicht, ein Anspruch auf Veröffentlichung entsteht nicht. Sie können Ihre Bilder jederzeit einreichen. Analoge Bilder können in der Stiftung Bauhaus Dessau gescannt werden, digitale Bilder können elektronisch übermittelt werden. Alle Bilder müssen frei von Rechten sein, das Jahr der Aufnahme, interessante Bildinformationen und der/die Bildautor/in mit Adresse müssen ausgewiesen sein. Ansprechpartner ist Burghard Duhm.

Die historischen Bauhausfeste

Der Ursprung Farbfeste am Bauhaus findet sich in den 1920er Jahren am Bauhaus, wo durch aufwendig organisierte Feste der Austausch zwischen den Meistern, den Studierenden und der Weimarer bzw. Dessauer Bevölkerung geschaffen wurde. Vor allem am Dessauer Bauhaus wurden die Feste zu aufwendigen Inszenierungen mit Reden, Bühnen-Auftritten, Stehgreifspielen, Musik der Bauhaus-Kapelle, Verkleidung, sowie Licht- und Rauminstallationen. Schon in den 1920er Jahren boten solche Feste am Bauhaus Raum, sich einerseits dazustellen und verständlich zu machen, aber auch in lockerer Atmosphäre der Stadt Dessau einen Anlass zum Feiern zu geben. Die Feste waren wie auch die legendäre Bauhauskapelle ein Exportschlager des Bauhauses und erlangten eine derartige Berühmtheit, dass das Bauhaus sie auch in anderen Städten ausrichten sollte, unter anderem in Halle mit der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und in Berlin. Das letzte Fest wurde im Februar 1933 am Bauhaus Berlin gefeiert – wegen des großen Andrangs gleich zweimal. Es war wie eine Panikblüte und noch einmal konnte sich die Festkultur des Bauhauses entfalten: Hitler war bereits an der Macht und das Bauhaus kurz vor der erzwungenen Selbstauflösung durch die Nationalsozialisten. Es sollte für lange Zeit das letzte gewesen sein. Erst 1983 griff man die Tradition behutsam wieder auf: Das erste Bauhausfest, auch als Bauhaus-Treff bezeichnet, wurde in Dessau gefeiert und bis 1989 jährlich wiederholt. Es bildete den direkten Vorläufer der Farbfeste von heute.

Text: Burghard Duhm