Anhaltisches Theater

Anhaltisches Theater

Das Theaterleben in Dessau sieht auf eine lange Tradition zurück. Bereits 1794 gab es in Dessau ein festes Schauspielensemble, für das Baumeister von Erdmannsdorff 1798 im Auftrag von Fürst Leopold Friedrich Franz ein Theatergebäude errichtete. Im gleichen Jahr wird das Haus eröffnet, 1855 bei einem Brand zerstört und ein Jahr später wiedereröffnet.
1918 wird das Hoftheater in eine Stiftung überführt und in „Friedrich-Theater“ umbenannt. Durch einen Defekt im Heizungssystem brennt das Gebäude 1922 erneut nieder und die Fürstliche Reitbahn wird erneut Spielstätte.

Bereits damals gab es künstlerische Kooperationen mit dem gerade gegründeten Bauhaus, so inszenierte Wassily Kandinsky 1928 Modest Mussorgskis “Bilder einer Ausstellung” als bewegtes Bühnenbild.

1938 wurde auf Veranlassung der Nationalsozialsten das jetzige Gebäude als damals größte Bühne nördlich der Alpen mit 1250 Sitzplätzen fertiggestellt. Das zum zweiten Mal wieder aufgebaute Gebäude wurde während des Bombardements im Zweiten Weltkrieg erneut fast vollständig zerstört. 1949 war der Wiederaufbau abgeschlossen und das „Landestheater Dessau“ öffnete seine Türen. Es verfügt über eine Fassungsvermögen von 1100 Zuschauern und beherbergt die größte Drehbühne Deutschlands. Den Namen „Anhaltisches Theater“ erhielt die Bühne 1994.

Traditionell wird die Spielzeit 2012/13 des Anhaltischen Theaters mit einem Konzert am 1. September um 19 Uhr auf dem Theatervorplatz eröffnet. Die Solisten, der Opernchor und die Anhaltische Philharmonie präsentieren musikalische Kostproben aus den bevorstehenden Neuinszenierungen sowie Ausschnitte von Inszenierungen, die Wiederaufnahmen sind. Es moderiert Generalintendant André Bücker. Anschließend geht der Abend in das Farbfest über.