_TerminMittwoch, 29. August 2012 I ab 10.00 Uhr
Freitag, 31. August 2012 I 19.00-24.00 Uhr
Samstag, 01. September 2012 I 19.00-01.00 Uhr
_Standort
Bauhaus Werkstattflügel – Treppenaufgang
Soundscape beschäftigt sich mit der Relation von Form, Haptik und Klang. Jedes Textil, jede flexible Oberfläche erzeugt bei Bewegung, Berührung oder Verformung ein Eigengeräusch, das neben der optischen und haptischen Qualität einen charakteristischen Teil der Eigenschaften eines Materials ausmacht. Dabei wird dieses Eigengeräusch oftmals nicht bewusst wahrgenommen, da es oft eher dezent ist. Auf der anderen Seite kennen wir alle Materialien, deren Geräusche uns entweder sehr ansprechen oder auf negative Art auffallen, wie das Kratzen auf einer Schultafel oder das Schneiden von Styropor.
Der Gegenstand von Soundscape ist die Entwicklung von flexiblen, optisch und haptisch ansprechenden Oberflächen, die bei Berührung oder Verformung synthetischen Sound produzieren, wobei der Sound von Grad und Art der Verformung abhängig ist.
Zentrum von Soundscape ist eine dreidimensionale Oberfläche aus leitfähigen geometrischen Formen, die durch leitfähiges Garn miteinander verbunden sind. Ein angeschlossenes Computerprogramm verwandelt die bei Berührung entstehenden Signale in Klänge. Die Oberfläche kann vom Benutzer in ihren akustischen Effekten erkundet und wie ein Instrument gespielt werden.
Die im Raumschwebende Installation wirkt besonders dadurch, dass sie visuell bereits eine besondere haptische Erfahrung vorweg nimmt. Und erst bei der Berührung wird die bis dahin nicht wahrgenommene akustische Dimension bemerkt.
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Paula van Brummelen
Kunsthochschule Weißensee