Weitere Informationen:
VITA Sigrid Sandmann
www.sigrid-sandmann.de
www.wortfindungsamt.de
www.einwortwerk.de
Termin:
Freitag, 2. September 2011 I 21.00 – 24.00 Uhr
Samstag, 3. September 2011 I 21.00 – 1.00 Uhr
Standort:
Bauhaus Dessau/Prellerhaus
Seit zwei Jahren arbeitet Sigrid Sandmann auch mit dem Medium der Projektion im Stadtraum. Für großformatige Architektur-Projektionen entwickelt sie, im Blick auf den gewählten Ort, Fragestellungen, denen sie, in ihrer sprachlichen Dimension, in historischen, technischen oder sozialen Zusammenhängen nachgeht. So generiert sie einen je Projekt-bezogenen „Wortschatz“, aus dem eine Auswahl zum Gegenstand von Projektionen in Stadtraum wird. In der Überlagerung der vorgefundenen Architektur mit typografisch-gefassten Worten und Begriffen werden die ausgewählten Gebäude hervorgehoben und es entstehen temporäre Landmarken. In der Zusammenschau der verschiedenen Sinn- und Formzusammenhänge wird die Zeichenhaftigkeit von Sprache und Architektur entlang inhaltlicher Fragestellungen reflektiert.
“farbfest”- Projekt: Vorschein
Sigrid Sandmann hat Texturen für das Prellerhaus entwickelt, die – im Zusammenspiel von architektonischen Strukturen, typografischen Mustern, optischen Illusionen und projiziertem Licht – die Erscheinungsform des Gebäudes in seinen Geometrien verändern. Dazu nutzt sie Fragmente von Texten von Walter Gropius und Laszlo Moholy-Nagy.
„farbfest“- Standort: Bauhaus/Prellerhaus
Während man in Weimar das schon vorhandene Prellerhaus aus Platzgründen nutzte, wurde bei dem Neubau des Bauhauses in Dessau das Atelierhaus auf dem Campus bereits in der Planung berücksichtigt. Das Prellerhaus am Bauhaus Dessau wurde als Studierendenwohnheim für 24 Meisterschüler/innen geplant und war die architektonische Umsetzung der Idee des integrierten Arbeiten und Lebens. Die Studierenden hatten hier auf 20 qm ihren persönlichen Rückzugsort inklusive eines kleinen Balkons. Im Laufe der Zeit wurde das Prellerhaus in Dessau zum Atelierhaus, heute beherbergt es Gästezimmer der Stiftung Bauhaus Dessau.
Der Name „Prellerhaus“ stammt aus der Weimarer Zeit des Bauhauses: Als Henry van de Velde 1902 nach Weimar kam, gründete er hier, in dem ehemaligen Atelierhaus des Malers Louis Preller das kunstgewerbliche Seminar, welches 1907 zu einer Kunstgewerbeschule ausgeweitet wurde. Diese Kunstgewerbeschule schloss Walter Gropius 1919 mit der großherzoglichen Kunsthochschule zum staatlichen Bauhaus Weimar zusammen. Die Bauhäusler mussten auf Grund des Wohnraummangels in ihrem Atelierhaus wohnen. Dieser legendären Zeit im Prellerhaus Weimar verdankte das Wohn- und Atelierhaus in Dessau seinen Namen.








