Performance:
play bauhaus – lichtballett
Termin:
Freitag, 2. September 2011 I 19.00 -24.00 Uhr
Samstag, 3. September 2011 I 19.00 -24.00 Uhr
Tänzer/innen:
Pavla Vařáková
Kateřina Blažková
Monika Částková
Radim Klásek
Marie Janečková
Monika Šmídová
Tereza Indrakova
Helena Stavikah
Leitung:
Marie Janečková/ “bosky o.s.” und
Torsten Blume/ Stiftung Bauhaus Dessau
Veranstaltungsort:
Bahnhof/Westausgang
Acht Tänzer/innen präsentieren am Westausgang des Dessauer Hauptbahnhofs auf öffentlichen Möbeln und inmitten von zusätzlich platzierten Kuben ein besonderes Schau- und Bewegungslabor. Dessen Thema ist der menschliche Körper im Dialog mit architektonischen Formen als Rhythmusmodell. Dabei werden der Modus des elementaren Untersuchens, wie ihn Oskar Schlemmer von 1926 bis 1929 in seinen “Bauhaustänzen” praktiziert hat, ebenso aufgegriffen wie arbeitswissenschaftliche Studien der 1920er Jahre. Die Tänzer/innen begreifen ihre, mit Lichtquellen verstärkten Körper als Untersuchungsinstrumente, die den Raum und alle darin Anwesenden, nicht nur vermessen, sondern zugleich mit ihren Bewegungen verstärken, modulieren und zur Aufführung bringen.
Text: Torsten Blume
„farbfest“-Standort: Bahnhof/Westausgang
Im Zuge der Industrialisierung wurde die erste Bahnverbindung 1840/1841 der Berlin-Anhaltischen Eisenbahngesellschaft eröffnet, die von Berlin/Anhalter Bahnhof über Köthen nach Dessau führte. Die „Anhalter Bahn“ gehörte bei ihrer Eröffnung zu den wichtigsten Fernbahnstrecken in Deutschland und dem umliegenden Ausland. Der 1882 eröffnete monumentale Bau des „Anhalter Bahnhofs“ in Berlin wurde von dem Architekten Franz Heinrich Schwechten realisiert, der zuvor, von 1874 bis 1876, auch schon den Dessauer Bahnhof gebaut hatte.
Im 2. Weltkrieg wurde der Bahnhof zerstört und in den 1950er Jahren wieder aufgebaut. Bei der Renovierung 1989 wurde in der Bahnhofshalle eine Wandplastik El Lissitzkys integriert – als eine Hommage an dessen Zeit am Bauhaus Dessau. Erneute Sanierungsmaßnahmen wurden 2009 begonnen, sie sollen dazu beitragen, ein angemessenes Entrée zu den Welterbestätten Bauhaus Dessau und Meisterhäuser sowie dem Gartenreich Dessau-Wörlitz und zum Umweltbundesamt zu schaffen, die alle in unmittelbarer Nachbarschaft zum Westausgang des Bahnhofs liegen.
