Vorträge

Im Tagesprogramm des “farbfestes am bauhaus dessau” gibt es Vorträge und Diskussionen, die das Thema “statt farbe: licht” interdisziplinär beleuchten. Der Fokus am Freitag, 2.9.2011, ist die “Festkultur am Bauhaus” und am Samstag, 3.9.2011, “Licht in Architketur, Design und Kunst”.

Vorträge-Überblick

FREITAG, 2. September 2011 I Meisterhaus Feininger/Kurt-Weill-Zentrum

15.00 Uhr I Philipp Oswalt I Begrüßung
15.30 Uhr I Burghard Duhm I Die Feste am Bauhaus mehr Infos…
16.00 Uhr I Gregor Betz I Urbane Events mehr Infos…
16.45 Uhr I Pause
17.00 Uhr I Bettina Pelz I statt farbe: licht mehr Infos…
17.45 Uhr I Bettina Pelz I Ausblick
18.00 Uhr I Ende des Vortragsprogramms

SAMSTAG, 3. September 2011 I Meisterhaus Feininger/Kurt-Weill-Zentrum

13.30 Uhr I Bettina Pelz I Tagesbegrüßung
14.00 Uhr I Ralf Bönt I Die Entdeckung des Lichts mehr Infos…
15.00 Uhr I Uwe Gellert I Die Erfahrung des Materials “Licht” mehr Infos…
15.45 Uhr I Pause
16.00 Uhr I Axel Buether I Multisensuelle Wirkungen … mehr Infos…
16.45 Uhr I Herbert Cybulska I Licht – Farbe – Raum mehr Infos…
17.30 Uhr I Bettina Pelz I Schlußwort
18.00 Uhr I Ende des Vortragprogramms

„farbfest“-Standort: Meisterhaus Feininger

Die Stadt Dessau hatte in den Verhandlungen mit Walter Gropius 1925 nicht nur den Bau des Hochschulgebäudes, sondern auch den Bau einer Reihe von Wohnhäusern für die Meister zugestimmt. Modellhaft setzte Walter Gropius seine Architektur- und Innenarchitektur-Ideen des „Neuen Wohnens“ in seinem Wohnhaus und drei Doppelhäusern für die anderen Meister in unmittelbarer Nähe des Bauhauses um. Auftraggeberin und Eigentümerin war die Stadt Dessau. Die Meister/innen wohnten zur Miete. Mieter des ersten Doppelhauses waren Lyonel und Julia Feininger mit ihren Kindern. 1932 wurde das Bauhaus durch die Nationalsozialisten geschlossen und die Meisterhäuser anderweitig vermietet. 1939 wurden sie an die Junkers-Werke mit der Auflage der Umgestaltung verkauft. Im 2. Weltkrieg wurde die Doppelhaushälfte von László Moholy-Nagy durch Bomben zerstört. In der DDR diente das Feininger Haus als Arztpraxis und als Polyklinik. Erst 1974 wurden das Bauhaus und die Meisterhäuser in die zentrale Denkmalliste der DDR aufgenommen. 1992 bis 1994 wurde das Meisterhaus Feininger restauriert. Dabei wurde die baulichen Veränderungen durch die Nationalsozialisten zurückgebaut und das ursprüngliche Farbkonzept wieder hergestellt. 1996 wurden die noch vorhandenen Meisterhäuser zusammen mit dem Bauhaus in die UNESCO- Weltkulturerbe-Liste aufgenommen. Weitere Informationen: Meisterhäuser Dessau

Kurt-Weill-Zentrum im Meisterhaus Feininger

1994 zog das Kurt-Weill-Archiv ein. Es ist dem Komponisten Kurt Weill gewidmet und beherbergt Archiv, Bibliothek und Mediathek. Kurt Weill (*1900 in Dessau) schrieb in Dessau seine ersten Kompositionen. 1919 brach er sein Studium in Berlin ab und erhielt ein erstes Engagement als Kapellmeister am Stadttheater in Lüdenscheid. Als Komponist verfasste er Musikwerke für Stimme, Klavier, Orchester ebenso wie Bühnenwerke wie Opern, Operetten und Musicals. 1933 floh er vor den Nationalsozialisten nach Paris. 1935 emigrierte er in die USA, wo er 1950 starb. 1928 komponierte er den Song „Berlin im Licht“ zu dem gleichnamigen Event, in dem das neue Medium Kunstlicht im Stadtraum zelebriert wurde. 2011 war es das Leitmotto für das Kurt-Weill-Fest, das vom jährlich vom Kurt-Weill-Zentrum ausgerichtet wird. Weitere Informationen: Kurt Weill Zentrum